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6. Kölner FreiwilligenTag 2008

Eintauchen in andere Lebenswelten

Am Freitag, den 29. August 2008 gestalteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sechs Kölner Unternehmen ihren Arbeitstag einmal anders: Sie engagierten sich in acht gemeinnützigen Einrichtungen für einen guten Zweck. Insgesamt finden 18 Projekte mit rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 15 Unternehmen im Rahmen des 6. Kölner FreiwilligenTages statt.

„Erst Obst essen, dann gibt's auch Kuchen", lautete die Devise beim Fußballturnier auf dem Bolzplatz in der Stresemannstraße in Finkenberg. „Das habe ich zuhause so gelernt", berichtete ein Freiwilliger der Deutschen Bank und gab seine Überzeugung in Sachen gesunder Ernährung gleich an etwa 100 Kinder und Jugendliche aus den rechtsrheinischen Stadtteilen weiter. Diese waren einer Einladung der Initiative „Köln kickt" gefolgt, die mit Unterstützung der Deutschen Bank im Rahmen des 6. Kölner FreiwilligenTages ein Fußballturnier organisiert hatte. Dass man beim Fußballspielen mehr lernen kann als nur mit dem Ball umzugehen, nämlich Respekt, Disziplin und Teamgeist, ist Ziel der Initiative und wurde von den zehn Freiwilligen der Deutschen Bank mit viel Engagement unterstützt: Neben den von ihnen zubereiteten kulinarischen Angeboten, kickten sie selbst mit den Kleinsten und betreuten das Torwandschießen.

Auch anderswo in Köln waren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Kölner Unternehmen aktiv. Gleich 50 Freiwillige, die sich in vier verschiedenen Projekten engagierten, bot die Stadt Köln auf. Der Flurbereich der Kindertagesstätte Am Braunsacker, eine Einrichtung der Köln Kitas gGmbH in Esch, bekam einen frischen Anstrich und wurde liebevoll mit Blumen, Käfern und Fröschen verziert.

Kleine Schätze und mancherlei Kuriositäten, förderten die Freiwilligen der Stadt Köln im Lager des Kaufhauses Kalk zutage. Dort sortierten sie in fröhlicher Atmosphäre private Sach- und Kleiderspenden, die dann im sozialen Kaufhaus der Diakonie Michaelshoven auf der Kalker Hauptstraße preiswert verkauft werden. Einkommensschwachen Menschen wird so die Möglichkeit gegeben, sich kostengünstig zu versorgen.

Im Puppentheater Cassiopeia griffen die städtischen Angestellten zu Pinsel und Bohrer, reinigten Fenster, strichen Decken und brachten Markisen an. Ihrem Ziel, das Theater in seiner neuen Spielstätte in Holweide im Oktober wiederzueröffnen, kamen die engagierten Theatermacher bei so viel Unterstützung einen Schritt näher.

Die Gelegenheit, Mülheim neu zu entdecken, hatten einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Köln bereits am Donnerstag genutzt. Sie hatten sich mit Rollstuhlfahrern des SBK Mülheim auf eine Rallye durch das historische und heutige Mülheim begeben und dabei knifflige Fragen beantwortet.

Das trockene, aber nicht zu heiße Wetter am Freitag nutzen die Freiwilligen der Firma SITA Umwelt Service GmbH gemeinsam mit Flüchtlingsfamilien, die vom Therapiezentrum für Folteropfer der Caritas betreut werden, für einen Ausflug an den Rhein. Bei Picknick und gemeinsamen Spielen kam man sich schnell näher und erhielt interessante Einblick in andere Lebenswelten.

„Ins Fitnessstudio gehe ich heute abend nicht mehr" entschied eine Freiwillige der REWE Group, nachdem sie kräftig im Garten der Stadtteilinitiative Vingster Treff angepackt hatte. Die Arbeit machte ihr und ihren Kollegen und Kolleginnen sichtlich Spaß. Bürgermeister Josef Müller jedenfalls, der den Auszubildenden der REWE an ihrem FreiwilligenTag einen Besuch abstattete und sich im Namen der Stadt Köln für ihren Einsatz bedankte, hätte nach eigenem Bekunden am liebsten selbst zum Gartenwerkzeug gegriffen.

Auf weitere sportliche Aktivitäten mögen auch die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Sara Lee Household & Body Care am Freitagabend verzichtet haben. Sie engagierten sich mit viel Elan in der Offenen Tür Ohmstraße. Am Ende des FreiwilligenTages konnten die Kinder und jugendlichen Besucher der Einrichtung frisch gestrichene Heizkörper, Wände, Türrahmen und Fußleisten bewundern.

Die rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kölner Bank trafen an ihrem FreiwilligenTag alte Bekannte. Mit den Kindern und Lehrerinnen der Förderschule Kolkrabenweg, der mit 170 Kindern größten Schule für Geistigbehinderte in Köln, verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits zum vierten Male engagierten sie sich im Rahmen des Kölner FreiwilligenTages zusammen mit den Kindern, schufen Figuren aus Stein und erledigten Gartenarbeiten.

„Das schönste am FreiwilligenTag sind die allseits zufriedenen Gesichter" findet Susanne Friedrich, Mitarbeiterin der Kölner FreiwilligenAgentur e.V. und Projektleiterin des 6. Kölner FreiwilligenTages. „Von den Aktionen profitieren tatsächlich alle Beteiligten", stellt sie fest, „die Einrichtungen und ihre Besucher, die lang gehegte Wunschprojekte endlich mit Hilfe der Freiwilligen umsetzen können, die Unternehmen, die etwa den Teamgeist ihrer Mitarbeiterinnen geweckt sehen und die Freiwilligen selbst, die am Ende des Tages feststellen, dass sie etwas Sinnvolles geleistet haben."

Die leckeren Obstspieße jedenfalls, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Deutschen Bank den Jugendlichen beim Fußballturnier in Finkenberg angeboten hatten, waren am Ende des Tages restlos aufgegessen.

Kontakt:

Kirsten Hinz
Tel. 02 21-88 82 78-27
freiwilligentag(at)koeln-freiwillig.de

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