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10. BarCamp Willkommenskultur in Köln

29. August 2020 @ 09:30 - 15:00

Das Forum für Willkommenskultur und die Melanchthon-Akademie laden alle Engagierten in und Interessierten an der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in Köln zum 10. BarCamp ein!

WAS IST EIN BARCAMP? Ein BarCamp, auch Unkonferenz genannt, ist eine Veranstaltungsform mit viel Freiraum für die inhaltliche Gestaltung. Die Veranstalter sorgen für gute Rahmenbedingungen wie einen klaren Ablauf, schöne Räume, das Kennenlernen untereinander und Speis und Trank. Was unter dem Titel „Willkommenskultur in Köln“ besprochen wird, bestimmen die Teilnehmenden.

WAS IST EINE SESSION? Eine Session ist eine einstündige Gesprächsrunde, die die Sessiongeber*innen vor-schlagen und gestalten. Wichtig ist, dass die Teilnehmenden sich aktiv beteiligen können. D.h., ein Input dauert maximal 10 – 15 Minuten, dann geht es in den Austausch. Auch wer nur zuhören möchte, ist willkommen!

WIE KÖNNT IHR EINE SESSION ANMELDEN BZW. WÜNSCHE ÄUSSERN? Falls ihr ein oder mehrere Themen habt, zu denen Ihr einen Austausch, eine Information oder eine Vernetzung wünscht, meldet euch! Gemeinsam können wir schauen, ob und wie sich die Session realisieren lässt. Kontakt s.u.

AN WEN WENDET SICH DAS BARCAMP? Eingeladen sind alle, die sich schon in der Flüchtlingsarbeit engagieren oder sich für ein Engagement interessieren.

UND SONST? Die Teilnahme ist kostenlos. Für ein Mittagessen und Getränke ist gesorgt.

ANMELDUNG: Bedingt durch die Schutzmaßnahmen haben wir diesmal eine beschränkte Teilnehmer*innenzahl und eine Anmeldung ist notwendig über mentoren@koeln-freiwillig.de

WIE LÄUFT DAS BARCAMP UNTER CORONA-SCHUTZMASSNAHMEN AB?

  • Der Beginn hängt vom Wetter ab! Scheint die Sonne, startet das BarCamp um 10.00 Uhr mit einem Plenum im Garten. Regnet es, fällt das Plenum aus und wir starten um 11 Uhr mit der ersten Sessionreihe. Einen Kaffee im Stehen gibt es jeweils 30 Minuten vorher. Die Startzeit geben wir spätestens am Tag vor dem BarCamp bekannt.
  • Wir planen mehr! Die Sessions – und die jeweiligen Teilnehmenden – stehen diesmal schon vor dem BarCamp fest. So ist auch bei Regen, also ohne das Plenum, klar, welche Session angeboten werden und wer wo teilnimmt. Zudem können wir vorab abschätzen, ob eine Session aufgrund der Interessiertenzahl zweimal angeboten werden soll.
  • Ihr meldet euch zwischen dem 25. und 28.08. für eure Session an. Wir schicken am 25.08. die Liste der angebotenen Sessions und ihr schreibt uns, welche Session ihr besuchen wollt. Die Anmeldung erfolgt so spät, damit wir auch kurz vor dem BarCamp noch aktuelle Themen aufnehmen können.
  • Wir halten Abstand! D.h., unter anderem, die Raumgröße legt die Zahl der Teilnehmenden am BarCamp und an den einzelnen Sessions fest.
  • Wir bitten um eine Absage, wenn jemand trotz Anmeldung nicht kommen kann. Aufgrund der Schutzmaßnahmen ist die Teilnehmendenzahl anders als sonst stark limitiert. Falls ein Platz frei wird, freut sich jemand von der Warteliste.

Hier findet ihr die Corona-Regelungen der Melanchthon-Akademie Link

VERANSTALTER: Das BarCamp ist eine Kooperationsveranstaltung des Forum für Willkommenskultur und der Melanchthon-Akademie

KONTAKT: Gabi Klein, gabi.klein@koeln-freiwillig.de, Tel. 0221-888 278-24

ZEITPLAN BEI SONNE ZEITPLAN BEI REGEN
  09:30 – 10:00 Uhr: Stehcafé
10:00 – 11:00 Uhr: Plenum
11:00– 12:00 Uhr: Sessions/Runde 1
  12:00 – 12:15 Uhr: Pause
12:15– 13:15 Uhr: Sessions/Runde 2
  13:15 – 14:00 Uhr: Mittagspause
14:00 – 15:00 Uhr: Sessions/Runde 3
15:00 – 15:15 Uhr: Abschluss

10:30 – 11:00 Uhr: Stehcafé

11:00– 12:00 Uhr: Sessions/Runde 1
  12:00 – 12:15 Uhr: Pause
12:15– 13:15 Uhr: Sessions/Runde 2
  13:15 – 14:00 Uhr: Mittagspause
14:00 – 15:00 Uhr: Sessions/Runde 3
15:00 Uhr: Ende des BarCamps

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BISHERIGE SESSIONVORSCHLÄGE

Runde 1 // 11:00 – 12:00 Uhr

1/A Verstehen, wie Presse tickt – Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit einer WiKu
Wie pflege ich als Willkommenskultur den Kontakt zur Presse? Was muss ich berücksichtigen bei meiner Öffentlichkeitsarbeit? Und wie nutze ich am besten die verschiedenen Kommunikationskanäle? Dierk Himstedt von der Kölnischen Rundschau möchte im BarCamp mit Teilnehmer*innen verschiedener Willkommensinitiativen zu diesen und anderen Themen ins Gespräch kommen und gerne seine Sicht und Erfahrung aus der Redaktionsarbeit in die Diskussionen mit einbringen.

1/B Session zur aktuellen Lage im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos
Martin Gerner, Aktivist in der Flüchtlingshilfe und langjähriger Helfer in Fluchtländern in Nahost/Zentralasien und auf der Balkanroute, hat im Juli / August vier Wochen auf Lesbos verbracht und dort mit griechischen und internationalen Hilfsorganisationen gearbeitet. Er berichtet beim BarCamp über seine Erfahrungen und Begegnungen v.a. im Flüchtlingslager Moria und über dessen Mißstände. Mehr denn je leiden die Menschen dort Not. Eine Auflösung des Lagers ist nicht in Sicht. Auch die schwierigen, weil angespannten Beziehungen zwischen den einzelnen Akteuren auf der Insel – Einheimische, Flüchtlinge und NGOs – werden ein Thema sein. Unterstützt wird der Bericht durch aktuelles Bildmaterial, das M.G. aus Lesbos mitgebracht hat.  www.martingerner.de

1/C 11.000 Fahnen für Köln – Erfolgreiche Crowdfundingaktion von „Kein Veedel für Rassismus“Am 21.3.2020, dem Internationalen Aktionstag gegen den Rassismus, startete Kein Veedel für Rassismus eine Crowdfunding-kampagne über die Plattform startnext. Über Kleinbeträge sollten 22.000€ eingeworben werden. Mit diesem Geld sollten 5.000 Flaggen produziert werden, die zur Kommunalwahl 2020 ein deutliches Signal aus Köln senden: Hier ist „Kein Veedel für Rassismus“. Der Funke schlug über! Das erste Spendenziel von 22.000€ wurden schnell erreicht, ebenso das zweite (43.000€), beim dem auch die Zahl der Fahnen auf 11.000 erhöht wurden. Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Am 22. Juli waren 49.000€ eingegangen, ein Ende ist vorerst nicht abzusehen. Rosa Maria Bianco stellt in der Session vor, wie aus einer kleinen Idee eine in jeder Hinsicht überzeugende Crowdfundingaktion wurde und gibt Tipps, worauf man dabei achten sollte.  Link zur Fahnenaktion

1/D Start with a Friend: Online-Events & Online-Community-Building
Vor Corona fanden Veranstaltungen hauptsächlich Offline statt. Mit Corona ist das nicht mehr möglich. Aber bricht jetzt auch jede über Jahre gewachsene Gemeinschaft zusammen? Wir sagen: Nö. Mit ein bisschen Copy & Paste hat man noch alles überstanden. Denn wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden. Wir müssen nur gute digitale Kopien erstellen. Wir von Start with a Friend machen uns seit Anfang März darüber Gedanken, wie wir unsere Veranstaltungen in angepasster Form auch online stattfinden lassen können. Dabei haben wir viel über uns, Veranstaltungsformate und unsere Community gelernt (natürlich auch ein bisschen über Technik). Ein paar Beispiele werden wir Otis Benning & Elena Spiekermann präsentieren, danach können wir gemeinsam auf die Suche nach neuen Formaten gehen. Mehr Infos: Start with a friend 

Runde 2 // 12:15– 13:15 Uhr

2/A Herausforderung Corona: Wie Redaktionen und Initiativen in der Zeit der Pandemie arbeiten.
Dirk Riße, Redakteur beim Kölner Stadt-Anzeiger, möchte mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Freiwilligeninitiativen beim Barcamp über ihre Arbeitserfahrungen in diesem Jahr disktutieren. Was können Medien in der Berichterstattung über die Arbeit der Initiativen besser machen? Welche Themen haben Journalisten bislang zu wenig im Fokus? Zudem gibt es Tipps, zur besseren Zusammenarbeit mit der Presse.

2/B Partizipation gestalten – Zusammenarbeit von Freiwilligen mit und ohne Fluchterfahrung
In vielen Willkommensinitiativen ist der Wunsch nach Diversität in Teams und gleichberechtigter Zusammenarbeit groß. Die Realität sieht oft anders aus: Das Orga-Team für das Sommerfest oder bei der Steuerungsgruppe der Initiative ist weiß dominiert, Menschen mit Fluchterfahrung sind so gut wie gar nicht vertreten. Woran liegt das? Der Integrationshaus e.V. hat einen Leitfaden entwickelt, der Anregungen für eine rassismuskrische Gestaltung von (Bildungs-)Angeboten zusammenfasst. Mona Leitmeier vom Integrationshaus e.V. stellt in der Session den Leitfaden vor und gibt Anregungen, wie er auf die Arbeit in einer Willkommensinitiative übertragen werden kann. Link zum Leitfaden

2/C ArrivalAid – reizvoll und herausfordernd
“ArrivalAid” ist eine Initiative, in der Asylsuchende auf die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorbereitet und im Falle der Ablehnung im gerichtlichen Klageverfahren beraten werden. Wir helfen ihnen, ihre Geschichte zu erzählen und ihre Fluchtgründe zu verdeutlichen, damit sich ihre Chancen, Asyl zu erhalten, verbessern. Nach Möglichkeit begleiten wir unsere Klient*innen auch zu den Terminen, um ihnen dort zur Seite zu stehen. Daneben können sich immer wieder flankierende Einsätze ergeben, Besprechungen mit Anwälten, Gänge zum Ausländeramt usw.  Das Projekt ist in mehreren Großstädten etabliert und in Köln beim Diakonischen Werk angesiedelt. Auf der Session möchten Hanno Meyer-Barner und Eva Hoffmann von Zedlitz von all dem erzählen, auf das Beratungsangebot hinweisen, aber auch vom Reiz und von den Anforderungen dieser Tätigkeit berichten und Hinweise für alle die geben, die mit dem Gedanken spielen, mitzumachen. Mehr Infos

 

Runde 3 // 14:00 – 15:00 Uhr

3/A Kommunalwahl 2020: Fluchtpolitische Wahlprüfsteine und die Positionen der Parteien
Das Bündnis „Köln zeigt Haltung“ hat unter zehn Stichpunkten wie z.B. „Haltung gegen Rechts“, „Bleibeperspektiven schaffen“ oder „Ausbildung und Arbeit ermöglichen“ formuliert, welche Haltung es dazu von den Ratsparteien und OB-Kandidat*innen fordert (Link zu den Forderungen) Über entsprechende „Fluchtpolitische Wahlprüfsteine“ hat das Bündnis die OB-Kanditat*innen und den Parteien eingeladen, sich zu diesen Forderungen zu positionieren. In der Session werden Vertreter*innen von Köln zeigt Haltung die Antworten vorstellen und diskutieren.

3/B Digitale Teilhabe jetzt – Gesetzliche/rechtliche Bedingungen und konkrete Maßnahmen vor Ort
PC-Erfahrung und PC-Kenntnisse werden heute überall vorausgesetzt. Doch bei den Jobcentern und Sozialämtern gelten ein Internetanschluss und entsprechende Hardware noch immer nicht als Grundbedarf. Anträge z.B. auf Schulcomputer für Kinder im Homeschooling werden oft negativ beschieden. Die Folge: Allein im Raum Köln waren im Corona-Lockdown Tausende Kinder aus Familien im Leistungsbezug digital abgehängt und somit benachteiligt. Die AWO Mittelrhein hat im Frühjahr das Projekt „Schulcomputer für alle“ gestartet. Ziel ist, Familien mit wenig Geld bei der Antragstellung zu unterstützen, damit deren Kinder kostenlos einen PC erhalten und am digitalen Unterricht teilhaben können. Das Projekt lief auch über die Sommerferien weiter. Was hat das Projekt bewirkt, was muss darüberhinaus getan werden, um die digitale Teilhabe zu verbessern? Moderation der Session: Team Schulcomputer für alle AWO-Mittelrhein e.V.

3/C „Zusammenleben Willkommen“ – Wie kommen wir von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt zu einem solidarischen Zusammenleben? Das 2014 gegründeten Projekts “Zusammenleben Willkommen – WG-Zimmer für geflüchtete Menschen” möchte Wohnraumgebende und Menschen mit Fluchtgeschichte zusammenbringen, um ein solidarisches Zusammenleben auf Augenhöhe zu ermöglichen. Dies wird durch die Beratung von Menschen, die in Sammelunterkünften wohnen und ihrer Vermittlung in private Wohngemeinschaften erreicht. Die Regionalkoordinatorin Anna So-Shim Schumacher stellt in der Session die Idee und den Ansatz des Projekts als Ausgangspunkt vor. Aufbauend darauf wird ein Austauschforum geöffnet, in dem Andere ihre Erfahrungen aus der Arbeit/Engagement zum Thema Wohnsituation von Geflüchteten teilen können. Gemeinsam wollen wir Strategien entwickeln für den Umgang mit erschwerenden strukturellen Faktoren und mit konkreten Problemen bei der Wohnraumsuche. Mehr Informationen zum Projekt: www.zusammenleben-willkommen.de.

3/D Engagement in Corona-Zeiten – Was haben wir gelernt? Was hat gut funktioniert? Was übernehmen wir für unsere Arbeit? Egal ob Deutschunterricht, Erstellen eines Lebenslauf oder Austausch in Arbeitsgruppen – die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit zeichnet sich durch persönliche Kontakte aus. Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben daher vieles erst einmal unvermittelt unterbrochen. Aber flexibel und schnell wurden Lösungen gesucht und auch in vielen Bereichen gefunden. Gerne würde ich mit Engagierten in den Austausch kommen, was in den Initiativen gut funktioniert hat und wo aus der Not heraus neue Verfahren /Projekte entwickelt wurden, die auch nach der Pandemie fortgeführt werden sollen. Die Session findet unter den o.a. Fragestellungen statt, die Antworten werden wir gemeinsam erarbeiten. Wer sich an der Planung beteiligen möchte, melde sich gerne bei Gabi Klein, gabi.klein@koeln-freiwillig.de , Tel. 0221-888 278-24.

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Das Forum für Willkommenskultur unterstützt die Kölner Willkommensinitiativen und ist Anlaufstelle für Freiwillige und weitere Akteure in der Flüchtlingsarbeit. Es fördert ihre Vernetzung untereinander, bildet eine Brücke zur Stadtverwaltung und fördert den Austausch mit dieser. Das Forum bietet Qualifizierungs- und Informationsangebote für Engagierte und Interessierte und berät diese.

Zudem setzt das Forum eigene Impulse, um die Willkommenskultur für Geflüchtete weiterzuentwickeln und dadurch ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Das Forum für Willkommenskultur ist ein Kooperationsprojekt der Kölner Freiwilligen Agentur und des Kölner Flüchtlingsrat.

 

Details

Datum:
29. August 2020
Zeit:
09:30 - 15:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Melchanchthon-Akademie
Kartäuserwall 24b
Köln, 50678 Deutschland
+ Google Karte anzeigen
Website:
www.melanchthon-akademie.de