Ehrenamtliche Sprachbegleitung in der Geflüchtetenarbeit

Sprache ist der Schlüssel zum Verstehen. Damit dies allen möglich ist, helfen ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen. Sie übersetzen dort, wo sie gebraucht werden und es keine professionellen Dolmetscher*innen gibt. Die Freiwilligen übernehmen keine Dolmetscher-Leistungen vor Gericht, bei der Polizei und beim Asylverfahren.

Geflüchtete / Migrant*innen, Beratungsstellen, Ärzt:innen, Anwält:innen, Schulen etc. können eine ehrenamtliche Sprachbegleitung erfragen. Es empfiehlt sich eine Vorlaufzeit von einigen Tagen für eine Anfrage. Für jede Vermittlung werden diese Informationen benötigt: Sprache, Anlass, Datum und Ort des Einsatzes sowie Name, Handynummer und ggf. Mailadresse der anfragenden Person. Die Unterstützung durch die freiwilligen Sprachbegleiter*innen ist kostenlos, die Übernahme von evtl. entstehenden Fahrtkosten wird erbeten.

Es gibt unterschiedliche Projekte, Initiativen und Organisationen, die freiwillige Sprachbegleitung vermitteln: 

  • Babellos vermittelt punktuelle, ehrenamtliche Sprachbegleitung, um Geflüchteten Teilhabe und Verstehen zu ermöglichen. In dem Projekt der Kölner Freiwilligen Agentur sind fast 100 ehrenamtliche Sprachbegleiter:innen, die unterschiedliche Sprachen anbieten. Sie begleiten bei Arztbesuchen, Elternabende, Wohnungsbesichtigungen und vielem mehr, wo keine hauptamtlichen Dolmetscher:innen zur Verfügung stehen. Anfragen mit Angaben von Ort, Zeit, Dauer und Sprache bitte an Gabi Klein, 0178 / 1964 912, gabi.klein(at)koeln-freiwillig.de

 

  • Jama Nyeta (übersetzt: “gemeinsam entwickeln”) ist ein sozial engagierter Verein, bei dem die Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte, mehrheitlich aus Westafrika, im Mittelpunkt steht. Jama Nyeta bietet individuelle Begleitung in schwierigen Situationen, Projekte zur Arbeitsmarktintegration und informellen Bildung, Computerkurse, allgemeinsprachliche und fachspezifische Deutschkurse sowie kulturelle und interkulturelle Veranstaltungen an. Jama Nyeta vermittelt Sprachbegleitung in den westafrikanischen Sprachen  Bambara, Djoula, Malinké, Foula und Sosso. Kontakt: Momo Sissoko, Tel: 0172 7722325, info@jamanyeta.org

 

  • Migrafrica verwirklicht Inklusion, soziales Unternehmertum und Entwicklungszusammenarbeit. Der Verein berät, betreut und unterstützt und verbindet so Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte und die Mehrheitsgesellschaft. Das Team von Migrafrica ist ebenso vielfältig wie die Menschen, die den Verein brauchen. So gelingt Migrafrica seit vielen Jahren eine effektive kommunikative Schnittstellenarbeit zu verschiedensten Institutionen. Migrafrica vermittelt Sprachbegleitung für amharisch und tigrinya. Kontakt: Amanuel Amare, Tel: 0221 99390435, kontakt@migrafrica.org

 

 

Weitere Angebote

Alle Sprachen

Ukrainisch / Russisch:

 

Neben den punktuellen Sprachbegleitungen gibt es langfristigere, zweisprachige Angebote: 

  • Über das Projekt “Übergänge gestalten” unterstützt der Interkulturelle Dienst der Stadt Köln (IKD) geflüchtete Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Flüchtlingsunterkunft in die erste eigene Wohnung, indem mehrsprachige Integrationsbegleiter*innen eine Anbindung an Regelangebote und eine Orientierung im Stadtgebiet/ Sozialraum begleiten. Der Zugang zu diesem freiwilligen Angebot erfolgt über Vermittlung des Wohnungsamtes  (mit Einverständnis der Familien) oder durch Anregung von Trägern oder Aktiven im Stadtteil. In einem Erstgespräch gemeinsam mit dem IKD, der geflüchteten Familie und den Integrationsbegleiter*innen werden die Inhalte des Einsatzes besprochen. Der Einsatz der Begleiter*innen ist in der Regel auf drei Monate und maximal 40 Stunden begrenzt. Der Flyer des IKD in 13 verschiedenen Sprachen. Für jeden Kölner Bezirk gibt es eigene Ansprechpersonen beim IKD, mehr Infos

 

Zudem gibt es…

  • für Mitarbeitende bei einer städtischen Dienststelle, in einer städtischen Kindertagesstätte oder in einer Kölner Schule den Sprachmittlerpool für die Stadt Köln.  Link zum Flyer