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Foto von einem Fest auf dem Bürgersteig vor den Räumen von Liebig257. Menschen sitzen auf Bierbänken zusammen.
Liebig257 fördert Begegnung

Das Nachbarschaftswohnzimmer Liebig257 ist eine Initiative des KluG e.V, einem Verein, dessen Name an der Tagesordnung steht: Köln leben und gestalten. In der Liebigstraße 257 (zwischen Ehrenfeld und Nippes) ist jetzt die neue Heimat des Vereins.

Vor der Gründung das Nachbarschaftswohnzimmers konnte der Verein knapp zwei Jahre lang nur wenige hundert Meter entfernt ein ehemaliges Autohaus nutzen – eine riesige Gelegenheit also, die ausgiebig mit dem „WandelWerk“ genutzt wurde. Mit viel Motivation und ehrenamtlicher Arbeit wurden ein Freiwilligen-Café eingerichtet, Werkstätten aufgebaut, diverse Veranstaltungsformate rund um das Stadtmachen durchgeführt und fleißig genetzwerkt, sodass der Verein, der sich größtenteils von jüngeren Menschen getragen wird, heute kaum noch aus der Initiativenlandschaft Kölns wegzudenken ist.

Von Beginn an war allen Beteiligten allerdings klar, dass die Zeit im ehemaligen Autohaus begrenzt sein wird, denn der Verein durfte die Räume im Zuge einer Zwischennutzung bis zum Abriss des Gebäudes bespielen. Auf der Suche nach neuen Räumen wurde man zum Glück ganz in der Nähe fündig und begann mit einem Ausbau der Nachbarschaftsarbeit. Die Räume sind zwar nun etwas kleiner geworden, aber definitiv nicht die Beliebtheit des öffentlichen Wohnzimmers und Quartierbüros, sodass die Veranstaltungen gut besucht sind und meistens ein buntes Treiben in und vor dem Ladenlokal herrscht. Die verschiedenen regelmäßigen und unregelmäßigen Veranstaltungen, wie Handarbeitstreffen, Repaircafés in der hauseigenen Werkstatt, gemeinsames Kochen, Improtheater oder einfach das nette Beisammensein kommen gut an und sind explizit zum Selbst-Mitgestalten gedacht – denn die Initiative möchte Teil der Nachbarschaft sein und das Quartier mit den Menschen vor Ort zusammen gestalten.

Bild vom Begegnungsrad des KluG. e.V. Ein Lastenfahrrad mit Anhänger, der als multifunktionelle Tresenfläche genutzt werden kann. Am Rad sind bunte Wimpel angebracht und ein großer Sonnenschirm befestigt.
Begegnungsrad von KluG e.V.

Neben der Anlaufstelle in der Liebigstraße unterhält der Verein außerdem das „Begegnungsrad“ – ein Lastenrad voller Möglichkeiten, das gerade jetzt im Sommer immer wieder an ganz unterschiedlichen Orten in der Stadt Station macht. Hier kann sich ausgetauscht, Outdoor Spielgeräte ausgeliehen, an kreativ-Aktionen teilgenommen oder sogar gekocht werden.

Es läuft also (auch dank einer breit aufgebauten Förderstruktur) gut für KluG e.V und die Liebig 257, so gut sogar, dass der Verein vier feste Stellen finanzieren und Honorarkräfte beschäftigen kann, die sich um die übergeordnete Organisation der Projekte kümmern. Trotzdem lebt die Quartiersarbeit aber von den vielen ehrenamtlich Engagierten, die mit vielen Ideen und Tatkraft ihr Veedelswohnzimmer und somit ein Stück Gesellschaft jeden Tag aufs Neue gestalten.

LK

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